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05.05.2019

Haier: In drei Jahren zum deutschen Marktführer

„Wir wollen nicht nur in Europa, sondern bis 2022 auch in Deutschland die Nummer 1 werden.“ Mit diesen Worten untermauerte Thomas Wittling als CEO für Deutschland und Österreich auf der gestrigen Pressekonferenz die hohen Erwartungen, die der chinesische Konzern mit seinem Engagement hierzulande verbindet. Nachdem der Hausgeräte-Gigant, nach Euromonitor der größte weltweit, schon in allen anderen Kontinenten weit vorn ist, bleibt Europa die letzte Bastion. Und als wichtigster Markt kommt dabei Deutschland die Schlüsselrolle zu. Immerhin eine Milliarde Euro wurden bereitgestellt, um die Ambitionen zu erfüllen. Die Übernahme der Candy Group war ein entscheidender Step, aber bleibt wohl nicht die einzige Akquise, wie Wittling andeutete.

Wie die Drei-Marken-Strategie aussieht, wird ab Ende Mai während der Deutschland-Roadshow – mit prominenter Begleitung von Skispringer Sven Hannawald als Gast-Referent – gemeinsam mit rund 300 eingeladenen Händlern besprochen. Nachdem nun schon die Kooperation mit Otto, Karstadt und den etablierten Verbänden des Elektrohandels positiv angelaufen ist, geht es neben einer Großoffensive im Staubsauger-Bereich ab Herbst verstärkt um den Küchenhandel. Auf der Area30 wird Haier erstmals auftreten, wobei zunächst Einbaugeräte der britischen Marke Hoover im Vordergrund stehen. In der Preispositionierung steht diese in der Mitte der Drei-Marken-Strategie, flankiert von Candy im Marken-Einstieg und Haier im Premiumbereich (s. Foto oben). Für letztere wird ein separates Einbaugeräte-Sortiment gegen Ende kommenden Jahres angekündigt, aber schon jetzt sind beispielsweise die dreitürigen Kühl-Gefrier-Geräte (Frenchdoor) der chinesischen Marke auf gutem Kurs, wie Wittling vor der Presse darstellte. Die bisher gesteigerte Positionierung der Marke im Preisindex auf dem Niveau von Bosch und Siemens ist für Wittling bereits ein Zeichen, dass diese Rechnung auch aufgehen könnte.

„Wir suchen Händler mit Weitblick“, lautet Wittlings Botschaft an den deutschen Markt. Denn mit Haier ließen sich noch echte Margen erzielen. „Und der Markt sucht nach diesen Alternativen“, ist sich Wittling sicher.

Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, fasst er insbesondere zwei Optionen ins Auge: entweder eine intensive Zusammenarbeit mit einem großen Küchenmöbelhersteller, der auf einen Win-win-Effekt für den Export nach China anstrebt, oder eine Übernahme eines mittelständischen Küchenmöbelherstellers, bei dem über die Komplettvermarktung auf einer bestehenden Vertriebsstruktur aufgebaut werden kann. Diesbezügliche Verhandlungen laufen bereits.

Einzelheiten über die Haier-Strategie in Deutschland lesen Sie in der „möbel kultur“ 5/2019.


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